Ende Juni 2026 feierte der Internationale Frauentreff von Kolibri e.V. in der Villa der Kulturen den erfolgreichen Abschluss des zweiten Moduls seines Projekts „NurMut – sei mutig, sprich offen…“. Im Mittelpunkt stand die Fotokunst als Medium, um eigene Perspektiven sichtbar zu machen und Selbstwirksamkeit zu stärken. Unter dem Motto „Ich in der Stadt“ setzten sich die Teilnehmerinnen mit ihrem Lebensraum auseinander und entwickelten kreative Visionen für ein lebenswerteres Dresden.
Die Abschlussveranstaltung wurde von der Vorstandsvorsitzenden Ekaterina Olekh und der Geschäftsführerin Kristina Daniels eröffnet. In ihren Grußworten hoben sie die Bedeutung von Mut, gesellschaftlicher Teilhabe und persönlichem Engagement hervor. Durch das Programm führte Olga Bongart, Leiterin des Projekts „NurMut“ und des Fotomoduls.
Bereits zu Beginn konnten die zahlreichen Gäste die entstandenen Arbeiten in einer Ausstellung besichtigen. Die Teilnehmerinnen präsentierten ihre ganz persönlichen Perspektiven auf Dresden und zeigten Orte, an denen sie sich Veränderungen wünschen. Ergänzt wurde die Ausstellung durch eine Fotowand mit eindrucksvollen und heiteren Momenten aus dem Projektalltag.
Begleitet wurde das Modul von der professionellen Fotografin Nataliya Schmidt, die den Teilnehmerinnen die Grundlagen der Fotografie und des kreativen Bildgestaltens vermittelte. Parallel dazu arbeitete Projektleiterin Olga Bongart mit der Gruppe an der inhaltlichen und konzeptionellen Ebene. Dabei ging es nicht nur darum, die Stadt anzuschauen, sondern sie bewusst wahrzunehmen – als Lebensraum, der Menschen prägt und zugleich von ihnen mitgestaltet werden kann.
Im Mittelpunkt standen Fragen nach sicheren und unsicheren Orten, nach inspirierenden Stadträumen sowie nach der Wechselwirkung zwischen Mensch und öffentlichem Raum. Die Teilnehmerinnen setzten sich damit auseinander, wie Veränderungen angestoßen werden können und welchen Beitrag jede Einzelne zu einer offenen und lebenswerten Stadt leisten kann.
Besonders eindrucksvoll spiegelten die Abschlussarbeiten diesen Entwicklungsprozess wider. Die Frauen fotografierten Orte in Dresden, die sie verändern oder bereichern möchten. Anschließend ergänzten sie ihre Fotografien durch eigene Malerei und machten ihre Wunschvorstellungen auf dem Glas der Bilderrahmen zeichnerisch sichtbar – etwa eine Tanzfläche auf einer Stadtwiese, mehr Spielplätze oder eine zusätzliche Buslinie. So entstanden kreative Visionen einer Stadt, die den Bedürfnissen ihrer Bewohnerinnen noch besser gerecht wird.
Die Abschlussfeier fand in einer herzlichen und familiären Atmosphäre statt. Für den musikalischen Rahmen sorgte Sänger und Gitarrist Oleg Aleev, der Lieder in mehreren Sprachen präsentierte und damit die kulturelle Vielfalt des Projekts widerspiegelte.
Als Erinnerung an die gemeinsame Zeit erhielt jede Teilnehmerin einen Kalender mit ausgewählten Fotografien aus dem Modul – ein persönliches Andenken an einen kreativen Weg voller neuer Erfahrungen und gewachsenen Selbstvertrauens.
Das Interesse am Projekt bleibt ungebrochen: Für das nächste Modul von „NurMut – sei mutig, sprich offen…“, das sich der bildenden Kunst als Medium für soziale Selbstverwirklichung widmet, liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor.
Das Team des Internationalen Frauentreffs bedankt sich bei allen Beteiligten, Helfer*innen und Gästen der Abschlussfeier für ihre Unterstützung und die vielen unvergesslichen gemeinsamen Momente.