Im April 2026 wurde es in der Villa der Kulturen schon wieder mal emotional und inspirierend: Der Internationale Frauentreff von Kolibri e.V. feierte den Abschluss des ersten Moduls seines neuen Projekts „NurMut – sei mutig, sprich offen…„.
Zahlreiche Teilnehmerinnen, Gäste und Unterstützer*innen kamen zusammen, um auf intensive Wochen voller Projektarbeit zurückzublicken.
Eröffnet wurde der Abend von Kristina Daniels, Geschäftsführerin des Vereins, sowie der Vorstandsvorsitzenden Ekaterina Olekh. Durch das Programm führten Olga Bongart, Leiterin des Projekts „NurMut“ und des 1. Moduls, – gemeinsam mit dem Modulreferent Mario Weigel.
Im Mittelpunkt des Moduls „KINO“ stand das Medium Film. Frauen ab 18 Jahren mit Flucht- oder Migrationserfahrung lernten den Umgang mit Kamera und Filmtechnik kennen – und vor allem, ihre eigenen Geschichten sichtbar zu machen. Ziel war es, die Teilnehmerinnen darin zu stärken, ihren Platz in der Dresdner Stadtgesellschaft selbstbewusst einzunehmen und sich als aktive, selbstbestimmte Mitglieder der Gesellschaft zu positionieren.
Während des Projekts besuchten die Teilnehmerinnen unter anderem die Ausstellung des Projektes „Ich zeig’s Dir – mit Respekt“ von Kolibri e.V. im World Trade Center Dresden und setzten sich mit Filmen verschiedener Regisseur*innen auseinander.
Aus den gemeinsamen Workshops entstanden schließlich vier eigene Kurzfilme, die sich mit Erfahrungen von Migration, Identität und Empowerment beschäftigen.
Der Film „Zwischen“ erzählt vom Zustand einer Frau im inneren Spannungsfeld zwischen alter und neuer Heimat – zwischen dem Wunsch, die eigenen Wurzeln nicht zu verlieren, und gleichzeitig offen für Neues zu bleiben.
„Unsere Stärke“ widmet sich Frauenbildern in unterschiedlichen Kulturen und hinterfragt traditionelle Rollenzuschreibungen.
In „Quelle“ geht es um Selbstwirksamkeit und darum, woher Menschen Kraft und Mut schöpfen.
Der Film „Stereotypen“ setzt sich kritisch mit Vorurteilen auseinander und fragt, welche Klischees tatsächlich existieren – und welche längst überholt sind.
Die Abschlussveranstaltung fand in einer warmen, familiären Atmosphäre statt. Es wurde gelacht, gegessen, diskutiert und gefeiert. Besonders gut kamen die kreativen Geschenke an: Selbstporträts der Teilnehmerinnen in einer einzigartigen künstlerischen Technik, die viele stolz mit nach Hause nahmen.
Das Modulteam erhielt viel Lob und Dankbarkeit für seine Arbeit. Und die Begeisterung wirkt bereits weiter: Die Anmeldung für das nächste Modul läuft schon – und schon jetzt zeichnet sich ab, dass noch mehr Frauen teilnehmen möchten.
Ein besonderer Dank gilt dem Freistaat Sachsen, dessen Förderung dieses wichtige Projekt möglich gemacht hat.