Pädagogin für bildende Kunst und technisches Zeichnen

Sie schloss ihr Studium in der Kasachischen Pädagogischen Hochschule Abaj, der Fakultät für Malerei und Grafik ab.

Seit 1979 unterrichtet sie Kunst, Komposition und Kunstgeschichte in der Uraler Pädagogischen Hochschule, war Leiterin des Lehrstuhles für Malerei.

Seit 2000 lebt sie in Dresden. Hier setzte Sie ihre Tätigkeit in der künstlerischen Ausbildung fort. Seit 2005 arbeitet sie für „Kolibri“.

An welche Dinge aus der Schulzeit erinnern Sie sich?
Wenn ich alles niederschreiben würde, käme sicher ein Roman dabei heraus. Ich hatte eine gute Schule. Ehrliche Lehrer. Die gescheiteste Klassenlehrerin, Nelly Fedorowna Pak. Eine außergewöhnliche Bibliothekarin Larissa Sacharowna Usachenko. Wir hatten zu allem Zugang, all unsere Ideen wurden unterstützt, es gab unzählige Arbeitsgemeinschaften und Klubs.  Es gab die obligatorischen Samstagabende, mit Spielen und Tänzen. Dem Klub der „Fröhlichen und Schlagfertigen“. Wettbewerbe im Ski- und Schlittenfahren. Ausflüge in die Berge. Die frühherbstlichen Ernteeinsätze in den Kolchosgärten von Alma-Ata. Und natürlich die Herausgabe der Schulwandzeitungen! Dies war durchaus kein Zwang, sondern eher ein schwieriges Vergnügen. Zu zeichnen begann ich in der Schule mit dem Lehrer Gennadi Wassiljewitsch Tschernich, einem talentierten Künstler-Autodidakten. Seit der fünften Klasse fotografierte ich unter Aleksej Stepanowitsch Bowin. Und die Bibliothek war sowieso unser zweites zu Hause. Meine Lehrer waren passionierte und talentierte Menschen.

Was machen Sie gern zu Hause?
Ich liebe es, nachts zu lesen, wenn alle schon schlafen und nichts ablenkt.

Wer ist ihr Lieblingsautor?
Nachdem ich in der dritten Klasse „Purpursegel“ gelesen hatte, bin ich Grin verfallen. Davon habe ich mich eigentlich noch nicht erholt. Nachdem ich mit dem Institut fertig war, habe ich die Märchen für mich entdeckt.  

Was ist für Sie Glück?
Glück ist die positive Einstellung zur Welt. Dieses Verständnis ist sicher zutiefst subjektiv. Ein Mensch ist nicht dann glücklich, wenn um ihn herum alles in Ordnung ist, sondern dann, wenn er das ihn Umgebende glücklich aufnehmen kann.

Welche Art der Küche bevorzugen Sie?  Kochen Sie gern?
Ich bevorzuge die kasachische Küche, in der sich verschiedene Traditionen verbinden. Ich koche gern, es kann aber auch lästig werden.

Was ist ihr Lebensmotto?
Künstler, das ist kein Beruf, sondern ein Zustand der Seele.

Haben Sie eine Lieblingswendung oder ein Lieblingszitat?
„Sei großzügig wie eine Palme. Wenn du das nicht kannst, sei wie der Stamm einer Zypresse, gerade und einfach- dankbar.“  Igor Rogow.  

Lieben Sie Musik?
Ja. Ich werde nichts aufzählen, die Vorlieben ändern sich mit der Zeit, doch ich bevorzuge eine klingende Seele, da ich bei Musik gern zeichne. Ich lausche ebenfalls gern der Musik der Stille.

Wie stehen Sie zur Poesie?  
Ich liebe Poesie. Vielschreiberei liebe ich jedoch nicht.

Sind Sie ein waghalsiger Mensch? Spielen Sie Lotto?
Ja ich bin recht waghalsig, abenteuerlustig aber kein Spieler.  Lotto spiele ich nicht, das ist zu langweilig.

GlaubenSie an Horoskope?
Ich finde sie unterhaltsam, aber es verwundert mich umso mehr, wie viele Leute das wirklich ernst nehmen.

Was kann Sie plötzlich erheitern?
Ein kluger Witz.

Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?
Ich habe den Beruf nicht gewählt, der Beruf hat mich erwählt.

Wenn Sie die Möglichkeit hätten, die Zeit zurückzudrehen und ihren Beruf zu wechseln, würden Sie das tun?
Das ist unwahrscheinlich. Wer ich auch sein würde, die Kunst hätte mich, in beliebiger Erscheinungsform,  nicht in Ruhe leben lassen.

Worin besteht das Geheimnis ihrer Geduld und Ausdauer?
Ich würde mich nicht gerade als ausdauernden Menschen beschreiben, aber geduldig, das ja. Die Frage ist, wen oder was man dulden muss. Alle Menschen sind unterschiedlich und alle haben das Recht, Fehler und Dummheiten zu machen, du selbst auch. Man muss den Menschen mit Geduld und Verständnis entgegnen, bestimmten Umständen allerdings nicht. Besser ist es, diese zu verändern. Gelingt es nicht, sie zu verändern, ändere die Einstellung zu diesen Umständen.

Wie sollte ein Lehrer Ihrer Meinung nach sein?
Weise sollte er sein und es verstehen zu unterrichten.

Was schätzen Sie an Kindern?
Das Vertrauen. Ihr Vertrauen würde ich nicht gern missbrauchen.

Was würden Sie Ihren Schülern gern wünschen?
Ich wünschte, jeder lernte vom Leben erstaunt zu sein und sich an der Welt zu freuen, darüber nachzudenken und zu verstehen. Dass jeder beharrlich und geduldig sei. Und seinen Ideal erreicht.