Die Sprachkenntnisse von Zuwanderern stehen immer wieder im Mittelpunkt von Integrationsdebatten. Dabei wird meistens übersehen, dass mit der Zuwanderung für die Sprachentwicklung hierzulande ganz neue Aufgabenfelder und Chancen entstanden sind, die es zu nutzen gilt.

Eines der Potenziale der Zuwanderung ist die Bilingualität der heranwachsenden Zuwandererkinder. Unumstritten ist der Umstand, dass Mehrsprachigkeit in einer zunehmend globalisierten Welt persönlich und beruflich Vorteile mit sich bringt. Unumstritten ist ebenfalls, dass gute Sprachkompetenzen sowohl in der Muttersprache, als auch in der Sprache des Aufnahmelandes mit einem hohen Akkulturationsniveau einhergehen. Der Zusammenhang zwischen guten Kenntnissen in der Muttersprache und leichterer und systematischer Aneignung der Sprache des Aufnahmelandes wird ebenfalls nicht ernsthaft bestritten, wenn mit dem Erlernen der Zweitsprache bis zum 11. Lebensjahr begonnen wird.

Die vielfältigen Erfahrungen in unserer Arbeit als Migrantenverein mit Kindern aus Migrantenfamilien zeigen deutlich, dass über einen geförderten, systematischen doppelten Spracherwerb, auch die schulischen Leistungen in anderen Fächern verbessert werden. Durch die Herausbildung einer bikulturellen Identität werden Persönlichkeit, Durchsetzungsfähigkeit und Konfliktfähigkeit der Kinder gleichermaßen gestärkt.

Der positive Umgang mit Mehrsprachigkeit ist ein wichtiger Teil der hiesigen Willkommenskultur. Wird hier die Wertschätzung der Familiensprache (Sprache des Herzens bzw. der Gefühle) und die Sprache der Aufnahmegesellschaft (Sprache der Integration) gelehrt und die sich daraus ergebenden Potenziale gefördert sowie vorübergehende Defizite als solche erkannt, dann werden Kinder aufwachsen, die eine Bereicherung für die Aufnahmegesellschaft sind.

Eine gelungene bilinguale Erziehung ist eine Brücke zur Integration und zur interkulturellen Öffnung. Folgende positive Effekte werden unterschieden:

- Eine Verbesserung der Sprachkenntnisse in der Muttersprache legt die Grundlagen für eine Verbesserung der deutschen Sprache.

- Das Selbstbewusstsein zweisprachiger Schüler wird gestärkt, weil Sie damit erweiterte Möglichkeiten zur sozialen Kommunikation erlangen.

- Der Umgang mit der Mehrsprachigkeit und die Anerkennung, fördern das Verständnis zwischen den Kulturen.

- Da die Voraussetzung zur Verarbeitung von Unterrichtsinhalten das Verständnis der Schulsprache ist, kann mit Hilfe der bilingualen Erziehung eine breite Verbesserung des intellektuellen Leistungsvermögens erzielt werden.

Mehrsprachigkeit wird aber selten gefördert und damit liegen diese Potenziale meist brach.

Die entscheidenden Stellschrauben zur Unterstützung der Kinder in ihrer bilingualen Entwicklung sind ein bewussterer Umgang mit Sprache im Elternhaus und bei Erzieher/innen bzw. Grundschullehrer/innen, sowie die Qualifizierung von vielen ehrenamtlich arbeitenden Personen innerhalb von Migrantenorganisationen, um Aufklärung in diesem Feld zu betreiben.

Drei Zielgruppen sollen in dem Projekt weitergebildet werden, um das neu erworbene Wissen sogleich in professionelle Tätigkeiten zu übernehmen: Multiplikatoren aus den Ethnien der Zugewanderten, die in der Elternarbeit tätig sind; weiterhin pädagogische Mitarbeiter/innen aus Vorschulen, Grundschulen, Kitas und freien Anbietern, die mit Kindern unter 11 Jahren arbeiten und schließlich Mitarbeiter/innen von Migrantenorganisationen, die dafür verantwortlich sind, Angebote für Eltern, Kinder und Jugendliche zu konzipieren und zu steuern.

Es ist in unserer Arbeit als Migrantenorganisation immer wieder festzustellen, dass sowohl in Kitas, als auch in Regelschulen wenig auf die besondere Situation von Kindern aus Migrantenfamilien eingegangen wird bzw. werden kann. Oft werden die Potenziale der Kinder geringer eingeschätzt, als sie in Wirklichkeit sind, da reale und potenzielle Sprachdefizite im Vordergrund stehen. Diesen Sprachdefiziten soll durch die Projektarbeit mit Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen und Multiplikatoren/innen begegnet werden. Das Thema Mehrsprachigkeit soll in seinen Potenzialen erkannt und die entsprechenden Multiplikatoren geschult werden.

Das Projekt wird gleichzeitig in 8 Städten und 5 Bundesländern umgesetzt. Die Erfahrungen werden permanent ausgetauscht und bewertet, um sicherzustellen, dass unabhängig von den unterschiedlichen Landesregelungen übertragbare Erkenntnisse und Herangehensweisen gesichert und weitergegeben werden können. Die durchführenden Organisationen sind alle erfahren in der Projektarbeit und sind alle von Migranten gegründet und geleitet. Sie wenden sich überwiegend an russischsprachige Migranten aus Osteuropa.

www.phoenix-cologne.com


Lokale Bildungsmaßnahmen im Rahmen des Projektes "Mehrsprachigkeit als Brücke und Ressource zur Integration in Bildung und Beruf"

Eine ausbalancierte Mehrsprachigkeit der Kinder mit Migrationshintergrund bietet ein enormes Potenzial für ihre persönliche Entwicklung und geht mit ihrer erfolgreichen Integration einher. Für eine gelungene mehrsprachige Erziehung ist die gezielte Förderung des mehrsprachigen Spracherwerbs im frühen Kindesalter von besonderer Bedeutung. Dabei spielt die Sprachförderung in der Familie und in der Kita eine entscheidende Rolle. Deshalb streben wir an, im Rahmen unserer Vereinsarbeit die Kooperation mit den Kitas auszuweiten und zu vertiefen und auch die Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen den Eltern und den ErzieherInnen zu unterstützen.

Als erster Baustein in dem Kooperationsaufbau mit der Kita "Taubenhaus" in Coswig planen wir die Durchführung folgender Maßnahmen:

Mehrsprachige Kindererziehung: Mythos und Realität (Teil 1)

Ein Seminar für die pädagogischen Fachkräfte der Kita "Taubenhaus" in Coswig am 28.11.2012 von 16:00 bis 19:00 Uhr.

Der Fokus liegt dabei auf folgenden Schwerpunkten:

  • Bereitstellung von Informationen über die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich der mehrsprachigen Kindererziehung
  • Sensibilisierung der pädagogischen Kräfte für die Belange der mehrsprachigen Kinder
  • Erfahrungsaustausch in Fragen der Förderung von mehrsprachigen Kindern

Mehrsprachige Kindererziehung: Mythos und Realität (Teil 2)

Ein Elternabend in der Kita "Taubenhaus" in Coswig am 07.12.2012 von 16:00 bis 19:00 Uhr.

Folgende Inhalte werden dabei thematisiert:

  • Besonderheiten der mehrsprachigen Erziehung in der Familie
  • Sprachförderung der Kinder mit und ohne Migrationshintergrund in der Kita
  • Zusammenarbeit der Eltern mit den pädagogischen Fachkräften in der Kita

Die beste Verteidigung, um Ihr Risiko zu verringern, durch Medikamentenfehler geschädigt zu werden, ist, eine aktive Rolle in Ihrem eigenen Gesundheitswesen zu nehmen. Wahrscheinlich hast du schon etwas davon gehört. Sicher, du musst mit deinem Arzt überprüfen, ob eines dieser Mittel eine geeignete Wahl für dich ist. Viele Ärzte betrachten http://kamagra-de.biz/100mg.html. Wo abgewinnen Sie weitere Informationen über kamagra 100mg? Der wichtigste Punkt, den Sie nachforschen sollten, ist kaufen kamagra 100mg. Manchmal brauchen die Menschen Medikamente, um sexuelle Funktionsstörung zu lösen. Normalerweise kann dies Diabetes, Nierenerkrankungen oder Stress enthalten. Bitten Sie alle und er wird antworten, dass jeder Generika Nebenwirkungen hat. Bestellen Sie keine Medikamente wie Kamagra aus einer Online-Apotheke, die nicht in Ihrem Land lizenziert ist oder Medikamente ohne Rezepte verkauft.