2015 haben Dresdner Interkulturelle Tage ihr 25. Jubiläum gefeiert.

Auch Zentrum "Kolibri" hat gerne mitgefeiert: eine ganze Reihe von spannenden, lehrreichen und unterhaltsamen Veranstaltungen für Familien mit Kindern wurden vorbereitet und durchgeführt.

Am 24. September haben große und kleine Teilnehmer der Werkstatt "TUMAR – ein kasachischer Talisman" ein Stück kasachische Volkskunst kennen gelernt. Es wurde an einem traditionellen Talisman aus Leder gebastelt. 

 

Zwei Tage später, am 26. September, hat am Jorge-Gomondai-Platz das große Interkulturelle Straßenfest für die ganze Familie stattgefunden. Dresdner Vereine und Initiativen haben für ein buntes Bühnenprogramm gesorgt, sowie auch für kulinarische Kostproben aus aller Welt. Auch Kolibris kleine Tänzer haben ordentlich Gas gegeben. Auf den Fotos: Tanzgruppe "Zauberland" auf der Bühne. 

 

Auf eine Reise um die Welt mit Kostproben aus verschiedenen Ländern hat das Zentrum "Kolibri" Alle mitgenommen, die am 2. Oktober Zeit und Lust gehabt hatten. Es war ein sehr authentischer Nachmittag mit den Experten aus Syrien, Georgien, Aserbaidschan, Indien, Tschetschenien, der Ukraine und Russland, die ihre Länder mit Videos, Poesie, Musik, Tanz und landestypischen Kostproben vorgestellt haben. 

 

Die letzte und wahrscheinlich auch die aufwendigste Veranstaltung von "Kolibri" e.V. bei IKT-2015 hat am 4. Oktober im Heinrich-Schütz-Konservatorium stattgefunden. Kolibris Ensemble "Balalaika" hat gemeinsam mit Freunden - dem Akkordeon-Duo Kratschkowski und dem Trio AGUAS - ein umjubeltes Konzert gegeben.

 

Außerdem wurde im Rahmen der IKT-2105 eine Fotoausstellung eröffnet, die immer noch im Kinder- und Elternzentrum „Kolibri“ in der Ritzenbergstraße 3 (im Erdgeschoß) zu sehen ist.

Das Thema der Zusammenarbeit mit Familien mit Migrationshintergrund im Kitaalltag ist momentan sehr aktuell und wird sehr intensiv diskutiert. Dabei ist der Blickwinkel dieser Betrachtung fast immer problemorientiert. Da ist viel von Sprachdefiziten und Verständigungsproblemen die Rede.

Doch es wird viel zu schnell übersehen, dass solche Begegnungen mit anderen Kulturen auch eine Bereicherung für unseren Alltag bedeuten können, dass ein gemeinsames Dialog und Austausch unglaublich viel Spaß machen kann.

Das Projekt hat zum Ziel, die angehenden Erzieher_innen für das Thema der interkulturellen  Öffnung der Kita zu sensibilisieren und  besteht aus zwei Teilen:

  1. 2-tägiger Workshop in der Projektwoche:

Kern dieses Workshops bildet eine virtuelle Reise um die Welt, während derer wir gemeinsam  viele spannenden Spielideen für die Kitapraxis sammeln. Es werden auch  unterschiedliche  interkulturellen Materialen (Spielzeuge, Ausmalbilder, mehrsprachige Kinderbücher) vorgestellt und  derer Einsatz in Kita besprochen. Auch das Thema der Zusammenarbeit mit Eltern mit  Migraitonshintergrund wird einen wichtigen Punkt bilden.

Termine:

14.09.15 08:00 - 15:00 Workshop „Umgang mit der Kulturenvielfalt im Kitaalltag“
15.09.15 08:00 - 15:00 Ausarbeitung verschiedener Aktivitäten zur Wertschätzung verschiedener Kulturen und Sprachen
18.09.15 08:00 - 15:00 Präsentation der Arbeitsergebnisse
  1. Teilnahme an der Schülerkonferenz zum Thema „Kulturenvielfalt im Kita-Alltag“ mit den Schülern aus Wolfsburger BBS Anne-Marie Tausch

Auch Schüler aus Wolfsburg beschäftigen sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit dem Thema Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund. Im Dezember kommen sie nach Dresden und diese Möglichkeit wird genutzt, um in ein Austausch miteinander zu treten

Voraussichtliche Termine:

01.12.15 15:00 – 18:00 Willkommensnachmittag
02.12.15 15:00 – 18:00 Vorbereitung der Konferenzbeiträge in Arbeitsgruppen
03.12.15 15:00 – 18:00 Konferenz

Teilnehmerzahl: max. 10 (auch für diejenigen geeignet, die am Multiplikatorenpraktikum teilgenommen  haben)

Im Rahmen der 25. Interkulturellen Tage wurde im Zentrum „Kolibri“ Fotoausstellung „Kinder aller Länder – unsere Schätze und Zukunft“ eröffnet.
Fotokünstler Andrej Romensky, Autor der Ausstellungsbilder, erzählt:

Auf die die Idee einer solchen Ausstellung kam ich schon vor einigen Jahren. Kinder fotografieren lohnt sich immer, weil die Bilder immer gut werden und starke Emotionen auslösen. Mit dem Dresdner Kulturfestival ergab sich gute Gelegenheit, Kinder aus einem anderen Blickwinkel zu zeigen. Ich habe Kids viel fotografiert - in verschiedensten Ecken der Welt. Die Ausstellung zeigt Porträts von Kindern aus Indien, Pakistan, Nepal, Deutschland und Russland. Länder mit sehr unterschiedlichen Kulturen, ihren Vor- und Nachteilen. Mit verschiedenen Kindheiten. Sicherlich werden Sie es in jedem Kinderaugenpaar lesen können.


Kinderporträts von Andrej Romensky (Auswahl)


Auf der Ausstellungseröffnung am 21. September 2015

Ein Abschlusstreffen des Projektes "Mit Legosteinen zum Babelturm. Sprachbegleitung in KiTas für Kinder mit Migrationshintergrund" fand am 10 Juli statt. Mit viel Engagement und Begeisterung haben junge Projektteilnehmer - angehende Erzieherinnen und Erzieher - ihre Erkenntnisse aus dem Multiplikatorenpraktikum in Dresdner KiTas ausgetauscht und darüber reflektiert. Im Rahmen dieses Praktikums sammelten zukünftige pädagogischen Fachkräfte ihre ersten Erfahrungen in der Sprachförderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache.

Der Anteil an Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache in Dresdner KiTas wächst stetig. Diese relativ neue Entwicklung stellt Erzieherinnen und Erzieher vor neuen Herausforderungen. Dabei ist das Thema der Förderung von mehrsprachig aufwachsenden Kindern in der Erzieherausbildung momentan unterpräsentiert. Doch es gibt eine ganze Reihe von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über den frühkindlichen Zweitspracherwerb, die den Erziehern unter heutigen ethnisch pluralen Verhältnissen schnellstmöglich vermittelt werden müssten. Diesen Bedarf hat Pädagogenteam des Kinder- und Elternzentrums KOLIBRI e.V. erkannt und zusammen mit dem Eigenbetrieb KiTa Dresden ein Projekt ausgearbeitet, das im Rahmen des Lokalen Handlungsprogramms für Demokratie und Toleranz gefördert wurde.

Für die teilnehmenden Auszubildenden war dieses Projekt eine willkommene Gelegenheit, sich mit dem brandaktuellen Thema des Umganges mit kultureller und sprachlicher Vielfalt im pädagogischen Alltag auseinanderzusetzen. Die gesammelten theoretischen Kenntnisse und praktischen Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern mit Migrationshintergrund waren besonders aufschlussreich für die Reflexion eigener Einstellungen gegenüber der Interkulturalität und Mehrsprachigkeit in der heutigen Gesellschaft. Und das ist die notwendige Voraussetzung eines kompetenten pädagogischen Handelns im Zeitalter der Globalisierung.

Dresden fördert im Rahmen des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" und des "Lokalen Нandlungsprogramms für Toleranz und Demokratie und gegen Extremismus der Landeshauptstadt Dresden". 

Am 29. Juni hatte Zentrum "Kolibri" Gäste - Jugendliche aus BSZ Pirna. Sie wurden zu Mitgliedern eines interaktiven Spiels "Wir suchen nach russischen Spuren in Dresden" .
 
Das Spiel begann an der russisch-orthodoxen Kirche und zog dann St. Petersburger Strasse entlang - zur Synagoge; von dort - ins historische Zentrum: Coselpalais - Frauenkirche - Grünes Gewölbe - Hofkirche - Theaterplatz - Zwinger - Italienisches Dörfchen.

Hier und da konnte man bekannte Russen "kennenlernen", die zu verschiedenen Zeiten Dresden besucht haben und deren Schiksale mit diesen Orten verbunden waren. Der letzte Standort war Dostojewski-Denkmal, dazu auch die Geschichte Dostojewski's Aufenthalts in Dresden. Egal, wie heiß der Tag war und wie lange die Strecke, unsere Spieler waren schnell mit den Aufgaben fertig. Nach dem Teetrinken im "Kolibri" - Büro haben sie sich auf den Rückweg nach Pirna gemacht - ein wenig müde, aber glücklich.

Am 10. Juni wurde ganz Dresdner Altmarkt zu einer Bühne für unsere Tanzgruppe "Zauberland", und zwar auf dem großen Stadtfest "Dresden isst bunt".

5000 Dresdner und Gäste der Stadt versammelten sich zu dieser Zeit an einer großen, sternförmigen Tafel mit über 250 Tischen auf dem Altmarkt, aßen, tranken und feierten zusammen ein buntes, vielfältiges und kreatives Fest.

Viele Gäste brachten ihre traditionellen Speisen mit - sei es orientalische Spezialitäten oder Kartoffelsalat mit Bier.

Neben kulinarischen Genüssen wurde getanzt, gespielt, gesungen oder musiziert. Schön war das internationale Programm, wobei russische Musik und Tanz vom "Zauberland" die Stimmung unter den Zuschauern nicht weniger als afrikanische Rhythmen angeheizt haben!