Zwischen dem 1. und 3. Dezember 2015 waren angehende Wolfsburger ErzieherInnen aus der BBS "Anne-Marie Tausch" in der sächsischen Hauptstadt zu Besuch. Im Rahmen des Projektes "Faszination Vielfalt" traffen sie sich mit den Schülern der Fachschule für Sozialwesen "Donner+Kern" zusammen, um sich zum Thema Umgang mit kultureller und sprachlicher Vielfalt in der Kita-Praxis auszutauschen.

Der Erfahrungsaustausch verlief in Form einer zweitägigen Schülerkonferenz, welche vom Kolibri e.V. in enger Kooperation mit der Fachschule für Sozialwesen organisiert wurde. Schüler setzten sich mit verschiedenen Aspekten der Mehrsprachigkeit auseinander. So wurden Migrationsgesellschaften in Wolfsburg und Dresden verglichen, eigene Erfahrungen reflektiert und verschiendene Ansätze zur Förderung der mehrsprachigen Kindern besprochen. Für Dresdner, die bislang nur eine interkulturelle Kita - "Kleiner Globus" - in der Stadt haben, war Wolfsburger Erfahrung mit acht Kitas dieser Art samt großer italienischen Diaspora sehr vom Interesse. Insgesamt verlief der Austausch sehr spannend, mit vielen Nachfragen und konstruktiven Diskussionen.

Im Programm der Schulbegegnung waren außerdem Exkursionen in der Kita "Kleiner Globus" und in unserem Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V., wo auch die Rolle der Förderung der Herkunftssprache bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache besprochen wurde.

Insgesamt verliefen diese Tagen intensiv und aufregend. Wir bedanken uns bei der Fachschule für Sozialwesen "Donner+Kern" sowie bei der BBS "Anne-Marie Tausch" für die tolle Zusammenarbeit.

Zwischen dem 31. Oktober und 4. November war eine Schülergruppe aus Bayern zu Gast im Zentrum "Kolibri".

Diese spannende Bildungsreise in die Stadt der Wissenschaft und Kunst Dresden und seine Umgebung organisierte die Jugendabteilung "Unsere Kinder" der russisch-deutschen Kulturgesellschaft "Brücken" («Мосты») aus Erlangen - in Kooperation mit dem Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V. (Dresden).

Jugendliche haben die Stadtsehenswürdigkeiten spielerisch kennen gelernt: es wurden interaktive Actions wie Fotowettbewerb, Quest oder Theaterinszenierung veranstaltet. Die Kunstlehrerin aus "Kolibri" e.V. Olga Melnikov machte für junge Gäste aus Erlangen einen Stadtlandschaft-Malerei- Workshop. Inspiriert durch Schönheit Dresdens sowie Werke von Bernardo Bellotto (venezianischer Hofmaler des Kurfürsten August des III), waren die jungen Erlangener beim Workshop sehr erfolgreich.

Bei der Abschlussfeier erhielten Kids Zertifikate der Projektteilnehmer und süße Preise.
Irina Denissova, die Reiseveranstalterin, betonte die Notwendigkeit solcher Treffen innerhalb Deutschlands. Sowas helfe Kindern und Jugendlichen, Kultur und Traditionen verschiedener Regionen in Deutschland kennen zu lernen und neue Freundschaften mit Gleichaltrigen zu knüpfen. Bis zum nächsten Mal, Erlangen!

Eine Woche lang - vom 10. bis 18. Oktober 2015 - war die Gruppe von Jugendlichen aus dem Zentrum "Kolibri" zu Besuch in der russischen Stadt Jekaterinburg. Zur Krönung ihres Aufenthaltes wurde Einweihung einer neuen "Bunten Brücke", die sie gemeinsam mit Schülern der Kinderkunstschule №1 gebaut haben. In Jekaterinburg gibt es mehr als 30 Brücken verschiedener Konstruktion und Zeiten, aber unsere Brücke, im Gegensatz zu den anderen, wurde aus Treffs und gemeinsamen Veranstaltungen, Tee-Abenden, Gesprächen, Workshops, Lächeln und Tränen gebaut - aus Allem also, was internationalen Jugendaustausch so ausmacht.

Internationale Brücke der Freundschaft zwischen unseren Städten, die für kulturelle Zusammenarbeit steht, ist 4.000 km lang, 5 Jahre breit, hielt mehr als fünfhundert Teilnehmer; und die Zahl der Kulturveranstaltungen und künstlerischer Projekte steigt vom Jahr zu Jahr.

Mit beiden Nationalhymnen - deutsch und russisch, gespielt vom Projektteilnehmer, Orgelspieler aus Deutschland Tom Adler - begann die Abschlussveranstaltung diesjährigen Teilprojektes. Am Vortag gebautes Modell der "Bunten Brücke der Kommunikation, die vereint" wurde mit farbigen Satinbändern umwickelt - als Symbol für die Flaggen von Russland und Deutschland. Projektträger übergaben Diplome an alle Teilnehmer, es wurden Geschenke ausgetauscht.

Konsul des Deutschen Generalkonsulats in Jekaterinburg Ludwig Neudorfer betonte die Bedeutung des Jugendaustausches zwischen Russland und Deutschland und wünschte den jungen Künstlern eine lange Freundschaft und neue kreative Erfolge.

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Die zweite Bildungsreise nach Sankt-Petersburg, organisiert von Zentrum "Kolibri" e.V. zwecks Kennenlernen russischer Kultur und Geschichte, fand vom 15. bis 21. Oktober 2015 statt. Beteiligt daran, unter anderen, waren Dresdner Schüler und Oschatzer Gymnasiasten, die Russisch als Fremdsprache lernen.

Sankt-Petersburg begegnete unserer Gruppe mit schönem Wetter eines goldenen Oktobers. Ganze Pracht der barocken und klassizistischen Architektur der Nordhauptstadt Russlands wurde perfekt durch gelb-rote Blätterteppiche ergänzt, - sei es im Michailowski-, Taurischen oder Sommergarten. Die Sonne schien auf uns gewartet zu haben, um uns goldene Kuppeln der orthodoxen Kirchen, Türme der Admiralität und der Peter-und-Paul-Festung, Paläste von St. Petersburg, Zarendorf und Peterhof in aller Pracht zu präsentieren. Die Gewässer von Newa, Fontanka, Mojka und anderen zahlreichen Flüssen und Kanälen waren mit Tausenden schimmernder kleiner Blättersternchen übersät.

 

Unsere Bustouren wurden zur Abwechslung mit den Spaziergängen kombiniert, was uns ermöglichte, "Peters Schöpfung" in all ihrer Schönheit zu besichtigen. Hermitage und Isaakskathedrale - Museum, Ethnographisches Museum und Museum der Geschichte von St. Petersburg, Katharinenpalast mit dem Bernsteinzimmer, Pushkins Lyzeum und Peterhof, Kasaner Kathedrale und die Kathedrale auf dem Blut überraschten uns nicht nur mit ihren Innenräumen und Ausstellungen, sondern auch mit geheimnisvollen historischen Ereignissen, die dahinter steckten.
Um all diese Museen gründlich besichtigen zu können, braucht man mindestens einen Tag für jedes Einzelne. Leider waren wir zeitlich ziemlich begrenzt; aber auch das, was wir geschafft haben, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sowie auch den Willen, auf jeden Fall wieder hierher zu kommen!

Kreativer Workshop "Architekturfotocollagen" (19. - 23. Oktober 2015):
Kinder fotografierten und experimentierten im Stadtzentrum mit ihrer Kamera - unter Anleitung von Andrey Romenskiy. Damit Kids noch mehr Spaß am Fotografieren bekommen, wurden ihnen die wichtigsten Grundkenntnisse im Umgang mit einer Digitalkamera vermittelt. Auch danach, beim Erstellen der einzigartigen Collagen, hat man wieder was Neues über die Bildkomposition dazu gelernt.
Am Freitag, 23. Oktober präsentierten kleine Teilnehmer ihre gelungenen Arbeiten zum Abschluss in einer Ausstellung.

 

Elena Krauses Workshop "Kreativität ohne Grenzen" (12. - 16. Oktober) hat 10 Teilnehmer im Alter von 8 bis 12 Jahren beschäftigt. Zwei Stunden pro Tag haben die Kids begeistert an ihren Werken gearbeitet: es wurden Flaschen bunt bemalt, kleine Schatullen aus Holz angefertigt sowie auch Bilder aus Naturmaterialien auf soliden Leinwänden kreiert.

Die Ausstellung für Eltern, Mitarbeiter und alle Gäste des Zentrums "Kolibri" wurde am 16. Oktober eröffnet.

 

Zu sonstigen Tagescampaktivitäten haben Kino- und Museenbesuche, Sportspiele und Hallenbad dazu gehört. 

Auf den Fotos unten: Camp-Teilnehmer auf der Ausstellung „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“.

Das internationale Bildungsprojekt "Art-Generation: Deutschland - Russland" feiert sein 5-jähriges Bestehen.

Mit einer Vernissage in Jekaterinburg, wo die besten Arbeiten von Teilnehmern sommerlicher Pleinairs in Dresden, Susdal und St. Petersburg zur Schau gestellt worden waren, wurde auch das nächste Teilprojekt des deutsch-russischen Jugendaustausches miteröffnet. "Bunte Brücken verbinden" - so lautet das Thema der Begegnungen im Oktober 2015.

Im Monemt sind auch Jugendliche aus Sachsen in der Kinder-Kunstschule №1 in Jekaterinburg zu Besuch. Diese kreative Reise, die vom 10. bis zum 18. Oktober verlaufen wird, verspricht jede Menge Spaß, Aktivitäten und kreative Workshops. Darunter sind z.B. die Teilnahme an der 3. Uralscher Industrie-Biennale für zeitgenössische Kunst, ein Besuch der Ausstellung "Bergwelt Urals", das Quest-Spiel "Deutsche Jekaterinburg" und zahlreiche Workshops für Herstellung historischer Kostüme, für Keramik, Cartoons und bildende Kunst.

Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V., das fürs Projekts von der deutschen Seite her verantwortlich ist, verfügt über langjährige Erfahrung im internationalen Jugendaustausch. Diese Arbeit wird von dem Jugendamt der Landeshauptstadt Dresden, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) und der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (Hamburg) unterstützt.