Ein Abschlusstreffen des Projektes "Mit Legosteinen zum Babelturm. Sprachbegleitung in KiTas für Kinder mit Migrationshintergrund" fand am 10 Juli statt. Mit viel Engagement und Begeisterung haben junge Projektteilnehmer - angehende Erzieherinnen und Erzieher - ihre Erkenntnisse aus dem Multiplikatorenpraktikum in Dresdner KiTas ausgetauscht und darüber reflektiert. Im Rahmen dieses Praktikums sammelten zukünftige pädagogischen Fachkräfte ihre ersten Erfahrungen in der Sprachförderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache.

Der Anteil an Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache in Dresdner KiTas wächst stetig. Diese relativ neue Entwicklung stellt Erzieherinnen und Erzieher vor neuen Herausforderungen. Dabei ist das Thema der Förderung von mehrsprachig aufwachsenden Kindern in der Erzieherausbildung momentan unterpräsentiert. Doch es gibt eine ganze Reihe von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über den frühkindlichen Zweitspracherwerb, die den Erziehern unter heutigen ethnisch pluralen Verhältnissen schnellstmöglich vermittelt werden müssten. Diesen Bedarf hat Pädagogenteam des Kinder- und Elternzentrums KOLIBRI e.V. erkannt und zusammen mit dem Eigenbetrieb KiTa Dresden ein Projekt ausgearbeitet, das im Rahmen des Lokalen Handlungsprogramms für Demokratie und Toleranz gefördert wurde.

Für die teilnehmenden Auszubildenden war dieses Projekt eine willkommene Gelegenheit, sich mit dem brandaktuellen Thema des Umganges mit kultureller und sprachlicher Vielfalt im pädagogischen Alltag auseinanderzusetzen. Die gesammelten theoretischen Kenntnisse und praktischen Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern mit Migrationshintergrund waren besonders aufschlussreich für die Reflexion eigener Einstellungen gegenüber der Interkulturalität und Mehrsprachigkeit in der heutigen Gesellschaft. Und das ist die notwendige Voraussetzung eines kompetenten pädagogischen Handelns im Zeitalter der Globalisierung.

Dresden fördert im Rahmen des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" und des "Lokalen Нandlungsprogramms für Toleranz und Demokratie und gegen Extremismus der Landeshauptstadt Dresden". 

Am 29. Juni hatte Zentrum "Kolibri" Gäste - Jugendliche aus BSZ Pirna. Sie wurden zu Mitgliedern eines interaktiven Spiels "Wir suchen nach russischen Spuren in Dresden" .
 
Das Spiel begann an der russisch-orthodoxen Kirche und zog dann St. Petersburger Strasse entlang - zur Synagoge; von dort - ins historische Zentrum: Coselpalais - Frauenkirche - Grünes Gewölbe - Hofkirche - Theaterplatz - Zwinger - Italienisches Dörfchen.

Hier und da konnte man bekannte Russen "kennenlernen", die zu verschiedenen Zeiten Dresden besucht haben und deren Schiksale mit diesen Orten verbunden waren. Der letzte Standort war Dostojewski-Denkmal, dazu auch die Geschichte Dostojewski's Aufenthalts in Dresden. Egal, wie heiß der Tag war und wie lange die Strecke, unsere Spieler waren schnell mit den Aufgaben fertig. Nach dem Teetrinken im "Kolibri" - Büro haben sie sich auf den Rückweg nach Pirna gemacht - ein wenig müde, aber glücklich.

Am 10. Juni wurde ganz Dresdner Altmarkt zu einer Bühne für unsere Tanzgruppe "Zauberland", und zwar auf dem großen Stadtfest "Dresden isst bunt".

5000 Dresdner und Gäste der Stadt versammelten sich zu dieser Zeit an einer großen, sternförmigen Tafel mit über 250 Tischen auf dem Altmarkt, aßen, tranken und feierten zusammen ein buntes, vielfältiges und kreatives Fest.

Viele Gäste brachten ihre traditionellen Speisen mit - sei es orientalische Spezialitäten oder Kartoffelsalat mit Bier.

Neben kulinarischen Genüssen wurde getanzt, gespielt, gesungen oder musiziert. Schön war das internationale Programm, wobei russische Musik und Tanz vom "Zauberland" die Stimmung unter den Zuschauern nicht weniger als afrikanische Rhythmen angeheizt haben!

Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig und des Bildungsministers der Russischen Föderation Dmitrij Liwanow, fand vom 04. - 08.06.15 die Eröffnungskonferenz der Themenjahre im Deutsch-Russischen Jugendaustausch in Moskau statt. Das Thema der Konferenz lautete: „70 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs: Jugendaustausch – Verständigung - Gemeinsame Zukunft“.

Die Themenjahre sind eine gemeinsame Initiative der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und des russischen Koordinierungsbüros für den Jugendaustausch mit Deutschland.
Ziel der Themenjahre ist es, Akteure des Austauschs zu einer stärkeren inhaltlichen Zusammenarbeit anzuregen und zu ermutigen, bei Jugendbegegnungen historische Themen aufzugreifen.

Präsent auf der Konferenz waren mehr als 100 Vertreter/innen aus Deutschland und Russland, die aktiv Begegnungen von Jugendlichen aus Deutschland und Russland initiieren.

Auf der Konferenz fand eine Präsentation der Ergebnisse des internationalen Ausbildungsprojektes "Schule für begabte Kinder "ART-Generation: Russland – Deutschland" statt. Das Projekt haben vorgestellt: von der russischen Seite - Frau Nadeschda Weselowa, Vertreterin der Kinderkunstschule № 1 der Stadt Jekaterinburg; von der deutschen Seite - Herr Dmitry Krause aus dem Zentrum für Kinder und Eltern "Kolibri" e.V. in Dresden.
Die Erfahrung des Projektes wurde von der ganzen internationalen Gemeinschaft von Experten für Jugendaustausch aus beiden Ländern sehr hoch bewertet.

Foto: Bettina Bundshus-Tsetsere, Leiter der Abteilung auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Deutschland

Mehr Konferenzbilder - auf der der Kinderkunstschule №1 der Stadt Jekaterinburg

Lieder und Tänze anderer Länder schaffen ein erstes Gefühl für die Existenz und Schönheit anderer Sprachen und Kulturen. Deswegen wollen immer mehr Kitas in Dresden, die interkulturelle Erziehung und Sprachförderung anstreben, mit Tänzen und Liedern interkulturell arbeiten.

So waren Kids aus "Kolibri" e.V. Anfang Juni sogar zweimal Gäste und Beteiligten auf den Kita-Festen: am 1. Juni in der Kindertagesanrichtung "Anne" und am 6. Juni im "Kleinen Globus". Kleine Tänzer des Tanzstudios "Zauberland" waren wie immer bunt, lebensfroh und gut vorbereitet; die haben sich ihren Applaus echt verdient.
Wie an Kitas Kindern zu beobachten war, faszinierten russische Musik und Tanzbewegungen über kulturelle Grenzen hinweg.

"Kolibri" e.V. ist gerne auf so einer interkulturellen Mission und freut sich immer, Kontakte zu knüpfen.
Als Nächstes wird es auf dem großen Event "Dresden isst bunt" auf dem Altmarkt am 10. Juni wieder unsere Tanzauftritte geben.

Ein fesselndes, unterhaltsames Programm des Abschlusskonzertes am 7. Juni hat gezeigt, was Kids und Jugendliche des Zentrums "Kolibri" im Laufe des Schuljahres 2014/15 alles so erreicht haben.

...Der große Saal des Kulturrathauses war voller Zuschauer: in familiärer Atmosphäre wurden Eltern, Pädagoge und Freunde zum Mitsingen und Mitmachen eingeladen, aber auch zum Stillwerden und Zuhören. Denn es war wirklich sehenswert. Die kleinen Vorleser waren so süß und ausdrucksvoll; die Chorgruppen singen jetzt noch leistungsstärker und klangschöner; alle Interpreten haben sich mit ihren Musikinstrumenten wirklich ins Zeug gelegt und das Publikum von der ersten Sekunde an begeistert! So wird man mit den Jahren richtig professionell.

Und doch merkt man: dabei stehen Spaß und Freude am Singen, Tanzen und Instrumente Spielen aber genauso im Vordergrund, wie der hohe künstlerische Anspruch des Zentrums "Kolibri". Außerdem knüpfen die Kinder bei den Proben und Auftritten soziale Kontakte und entwickeln ein lang andauerndes Gemeinschaftsgefühl.