Die zweite Bildungsreise nach Sankt-Petersburg, organisiert von Zentrum "Kolibri" e.V. zwecks Kennenlernen russischer Kultur und Geschichte, fand vom 15. bis 21. Oktober 2015 statt. Beteiligt daran, unter anderen, waren Dresdner Schüler und Oschatzer Gymnasiasten, die Russisch als Fremdsprache lernen.

Sankt-Petersburg begegnete unserer Gruppe mit schönem Wetter eines goldenen Oktobers. Ganze Pracht der barocken und klassizistischen Architektur der Nordhauptstadt Russlands wurde perfekt durch gelb-rote Blätterteppiche ergänzt, - sei es im Michailowski-, Taurischen oder Sommergarten. Die Sonne schien auf uns gewartet zu haben, um uns goldene Kuppeln der orthodoxen Kirchen, Türme der Admiralität und der Peter-und-Paul-Festung, Paläste von St. Petersburg, Zarendorf und Peterhof in aller Pracht zu präsentieren. Die Gewässer von Newa, Fontanka, Mojka und anderen zahlreichen Flüssen und Kanälen waren mit Tausenden schimmernder kleiner Blättersternchen übersät.

 

Unsere Bustouren wurden zur Abwechslung mit den Spaziergängen kombiniert, was uns ermöglichte, "Peters Schöpfung" in all ihrer Schönheit zu besichtigen. Hermitage und Isaakskathedrale - Museum, Ethnographisches Museum und Museum der Geschichte von St. Petersburg, Katharinenpalast mit dem Bernsteinzimmer, Pushkins Lyzeum und Peterhof, Kasaner Kathedrale und die Kathedrale auf dem Blut überraschten uns nicht nur mit ihren Innenräumen und Ausstellungen, sondern auch mit geheimnisvollen historischen Ereignissen, die dahinter steckten.
Um all diese Museen gründlich besichtigen zu können, braucht man mindestens einen Tag für jedes Einzelne. Leider waren wir zeitlich ziemlich begrenzt; aber auch das, was wir geschafft haben, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sowie auch den Willen, auf jeden Fall wieder hierher zu kommen!

Kreativer Workshop "Architekturfotocollagen" (19. - 23. Oktober 2015):
Kinder fotografierten und experimentierten im Stadtzentrum mit ihrer Kamera - unter Anleitung von Andrey Romenskiy. Damit Kids noch mehr Spaß am Fotografieren bekommen, wurden ihnen die wichtigsten Grundkenntnisse im Umgang mit einer Digitalkamera vermittelt. Auch danach, beim Erstellen der einzigartigen Collagen, hat man wieder was Neues über die Bildkomposition dazu gelernt.
Am Freitag, 23. Oktober präsentierten kleine Teilnehmer ihre gelungenen Arbeiten zum Abschluss in einer Ausstellung.

 

Elena Krauses Workshop "Kreativität ohne Grenzen" (12. - 16. Oktober) hat 10 Teilnehmer im Alter von 8 bis 12 Jahren beschäftigt. Zwei Stunden pro Tag haben die Kids begeistert an ihren Werken gearbeitet: es wurden Flaschen bunt bemalt, kleine Schatullen aus Holz angefertigt sowie auch Bilder aus Naturmaterialien auf soliden Leinwänden kreiert.

Die Ausstellung für Eltern, Mitarbeiter und alle Gäste des Zentrums "Kolibri" wurde am 16. Oktober eröffnet.

 

Zu sonstigen Tagescampaktivitäten haben Kino- und Museenbesuche, Sportspiele und Hallenbad dazu gehört. 

Auf den Fotos unten: Camp-Teilnehmer auf der Ausstellung „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“.

Das internationale Bildungsprojekt "Art-Generation: Deutschland - Russland" feiert sein 5-jähriges Bestehen.

Mit einer Vernissage in Jekaterinburg, wo die besten Arbeiten von Teilnehmern sommerlicher Pleinairs in Dresden, Susdal und St. Petersburg zur Schau gestellt worden waren, wurde auch das nächste Teilprojekt des deutsch-russischen Jugendaustausches miteröffnet. "Bunte Brücken verbinden" - so lautet das Thema der Begegnungen im Oktober 2015.

Im Monemt sind auch Jugendliche aus Sachsen in der Kinder-Kunstschule №1 in Jekaterinburg zu Besuch. Diese kreative Reise, die vom 10. bis zum 18. Oktober verlaufen wird, verspricht jede Menge Spaß, Aktivitäten und kreative Workshops. Darunter sind z.B. die Teilnahme an der 3. Uralscher Industrie-Biennale für zeitgenössische Kunst, ein Besuch der Ausstellung "Bergwelt Urals", das Quest-Spiel "Deutsche Jekaterinburg" und zahlreiche Workshops für Herstellung historischer Kostüme, für Keramik, Cartoons und bildende Kunst.

Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V., das fürs Projekts von der deutschen Seite her verantwortlich ist, verfügt über langjährige Erfahrung im internationalen Jugendaustausch. Diese Arbeit wird von dem Jugendamt der Landeshauptstadt Dresden, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) und der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (Hamburg) unterstützt.

2015 haben Dresdner Interkulturelle Tage ihr 25. Jubiläum gefeiert.

Auch Zentrum "Kolibri" hat gerne mitgefeiert: eine ganze Reihe von spannenden, lehrreichen und unterhaltsamen Veranstaltungen für Familien mit Kindern wurden vorbereitet und durchgeführt.

Am 24. September haben große und kleine Teilnehmer der Werkstatt "TUMAR – ein kasachischer Talisman" ein Stück kasachische Volkskunst kennen gelernt. Es wurde an einem traditionellen Talisman aus Leder gebastelt. 

 

Zwei Tage später, am 26. September, hat am Jorge-Gomondai-Platz das große Interkulturelle Straßenfest für die ganze Familie stattgefunden. Dresdner Vereine und Initiativen haben für ein buntes Bühnenprogramm gesorgt, sowie auch für kulinarische Kostproben aus aller Welt. Auch Kolibris kleine Tänzer haben ordentlich Gas gegeben. Auf den Fotos: Tanzgruppe "Zauberland" auf der Bühne. 

 

Auf eine Reise um die Welt mit Kostproben aus verschiedenen Ländern hat das Zentrum "Kolibri" Alle mitgenommen, die am 2. Oktober Zeit und Lust gehabt hatten. Es war ein sehr authentischer Nachmittag mit den Experten aus Syrien, Georgien, Aserbaidschan, Indien, Tschetschenien, der Ukraine und Russland, die ihre Länder mit Videos, Poesie, Musik, Tanz und landestypischen Kostproben vorgestellt haben. 

 

Die letzte und wahrscheinlich auch die aufwendigste Veranstaltung von "Kolibri" e.V. bei IKT-2015 hat am 4. Oktober im Heinrich-Schütz-Konservatorium stattgefunden. Kolibris Ensemble "Balalaika" hat gemeinsam mit Freunden - dem Akkordeon-Duo Kratschkowski und dem Trio AGUAS - ein umjubeltes Konzert gegeben.

 

Außerdem wurde im Rahmen der IKT-2105 eine Fotoausstellung eröffnet, die immer noch im Kinder- und Elternzentrum „Kolibri“ in der Ritzenbergstraße 3 (im Erdgeschoß) zu sehen ist.

Das Thema der Zusammenarbeit mit Familien mit Migrationshintergrund im Kitaalltag ist momentan sehr aktuell und wird sehr intensiv diskutiert. Dabei ist der Blickwinkel dieser Betrachtung fast immer problemorientiert. Da ist viel von Sprachdefiziten und Verständigungsproblemen die Rede.

Doch es wird viel zu schnell übersehen, dass solche Begegnungen mit anderen Kulturen auch eine Bereicherung für unseren Alltag bedeuten können, dass ein gemeinsames Dialog und Austausch unglaublich viel Spaß machen kann.

Das Projekt hat zum Ziel, die angehenden Erzieher_innen für das Thema der interkulturellen  Öffnung der Kita zu sensibilisieren und  besteht aus zwei Teilen:

  1. 2-tägiger Workshop in der Projektwoche:

Kern dieses Workshops bildet eine virtuelle Reise um die Welt, während derer wir gemeinsam  viele spannenden Spielideen für die Kitapraxis sammeln. Es werden auch  unterschiedliche  interkulturellen Materialen (Spielzeuge, Ausmalbilder, mehrsprachige Kinderbücher) vorgestellt und  derer Einsatz in Kita besprochen. Auch das Thema der Zusammenarbeit mit Eltern mit  Migraitonshintergrund wird einen wichtigen Punkt bilden.

Termine:

14.09.15 08:00 - 15:00 Workshop „Umgang mit der Kulturenvielfalt im Kitaalltag“
15.09.15 08:00 - 15:00 Ausarbeitung verschiedener Aktivitäten zur Wertschätzung verschiedener Kulturen und Sprachen
18.09.15 08:00 - 15:00 Präsentation der Arbeitsergebnisse
  1. Teilnahme an der Schülerkonferenz zum Thema „Kulturenvielfalt im Kita-Alltag“ mit den Schülern aus Wolfsburger BBS Anne-Marie Tausch

Auch Schüler aus Wolfsburg beschäftigen sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit dem Thema Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund. Im Dezember kommen sie nach Dresden und diese Möglichkeit wird genutzt, um in ein Austausch miteinander zu treten

Voraussichtliche Termine:

01.12.15 15:00 – 18:00 Willkommensnachmittag
02.12.15 15:00 – 18:00 Vorbereitung der Konferenzbeiträge in Arbeitsgruppen
03.12.15 15:00 – 18:00 Konferenz

Teilnehmerzahl: max. 10 (auch für diejenigen geeignet, die am Multiplikatorenpraktikum teilgenommen  haben)

Im Rahmen der 25. Interkulturellen Tage wurde im Zentrum „Kolibri“ Fotoausstellung „Kinder aller Länder – unsere Schätze und Zukunft“ eröffnet.
Fotokünstler Andrej Romensky, Autor der Ausstellungsbilder, erzählt:

Auf die die Idee einer solchen Ausstellung kam ich schon vor einigen Jahren. Kinder fotografieren lohnt sich immer, weil die Bilder immer gut werden und starke Emotionen auslösen. Mit dem Dresdner Kulturfestival ergab sich gute Gelegenheit, Kinder aus einem anderen Blickwinkel zu zeigen. Ich habe Kids viel fotografiert - in verschiedensten Ecken der Welt. Die Ausstellung zeigt Porträts von Kindern aus Indien, Pakistan, Nepal, Deutschland und Russland. Länder mit sehr unterschiedlichen Kulturen, ihren Vor- und Nachteilen. Mit verschiedenen Kindheiten. Sicherlich werden Sie es in jedem Kinderaugenpaar lesen können.


Kinderporträts von Andrej Romensky (Auswahl)


Auf der Ausstellungseröffnung am 21. September 2015