Am Samstag, 10. Juni 2017, gab es im „Kolibri“- Saal im Erdgeschoß viel Tumult: Eltern und Geschwister von den jungen Musikerinnen und Musiker aus dem Kurs von Tatjana Nepomnyashchaya warteten auf die Aufführung eines Kindermusiсals. Auch hinter den Kulissen war die Aufregung groß.

Die Kinder hatten unter der Leitung von Tatjana Nepomnyashchaya das Stück "Opa Skrip's Märchen" einstudiert - ein Musical für Kinder von Wladimir Sidorow. Den Text hatten sie im Unterricht und zu Hause gelernt. Auch ohne viel zu proben haben die Kids gut gesungen und überzeugend geschauspielert – zur Freude aller Zuschauer.

Der 28. Mai 2017 würde für „Kolibri“ e.V. zu einem echt außergewöhnlichen Sonntag. Ensemble „Balalaika“ war an dem Tag Gastgeber für elf musikalische Jungtalente und ihre Leiterin aus Leipzig.

Musiker von 7 bis 15 Jahren spielen im Folklore-Ensemble „Sonnenschein“ (Leipzig) seit etwa einem Jahr. Vor der Gründung des Ensembles gab es jedoch Monate, Jahre Musikunterricht: Domra, Klavier und Gitarre spielen wurde den Kids beigebracht. Akkordeon im Ensemble spielt ein Elternteil,  Schnelltrommel schlägt das jüngste Teammitglied. Fürs Musikpädagogische und Organisatorische beim ganzen Prozess ist die unglaubliche Vera Eichler zuständig - eine Musikerin aus St. Petersburg, die schon seit 20 Jahren in Deutschland lebt.

Als Vera von der Existenz des Ensembles „Balalaika“ in Dresden erfahren hatte, verstand sie sofort die Einmaligkeit des Zufalls: Leipziger und Dresdner Jugend-Volksgruppen ergänzen sich einfach perfekt in ihrer Zusammensetzung. In Dresden gibt es Balalaikas, Blasinstrumente und vereinseigene Tanzgruppe "Zauberland"; in Leipzig - Domras, Gitarren und eine Gesangsgruppe!

Vera Eichler ist voll begeistert, wie leidenschftlich die Idee des Ensembletreffens von der Leiterin des Zentrums „Kolibri“ unterstützt wurde: schon beim ersten Telefonat zeigte sich Halyna Yefremova sehr engagiert.  Auch die Teenager aus Leipzig sind nicht weniger begeistert: gemeinsam spielen mit gleichaltrigen Kollegen von „Balalaika“ machte ihnen sehr viel Spaß. In der Rockszene nennt man solche Treffen und gemeinsames Musizieren ohne vorherige Proben „Jam Session“. Genau das geschah im Vereinsraum des Zentrums „Kolibri“ am letzten Mai-Sonntag. Beide Kollektive spielte auf gleich hohem Niveau und haben ihr Bestes gezeigt. Und obwohl die Repertoires sich nicht wiederholten, konnten Leipziger vor dem Treffen die Noten von den Dresdnern kennenlernen. Also war Jam Session sehr intensiv, lang und von hoher Qualität - aber auch lustig! Kinder tauschten ihre Adressen aus, und nun warten sehr auf nächstes Wiedersehen.

Auch die Leiter von beiden Seiten planen solche weiteren Treffen – und sogar nicht einfach Treffen. Halyna Yefremova und Vera Eichler würden gerne eine Neugründung eines zusammengeführten russischen Volksorchesters in Sachsen in die Wege leiten. Ob die Pläne  Realität werden, wird sich zeigen. Aber die Tatsache, dass diese beiden Teams sich  gefunden haben und sich dazu noch so unerwartet ergänzen - wie zwei Puzzleteile – ist es kein Phänomen?

"Balalaika geht auf Reisen" - so hieß bunte Veranstaltung der Reihe „Dresdner Schulkonzerte“, die am 19. Mai 2017 im Kulturrathaus stattfand. Es gab sogar zwei Konzerte nacheinander - um 8.45 und 10.15 Uhr. Organisiert wurde das Ganze von HSKD e.V. - und durchgeführt vom Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V.

Tolle Dresdner Schauspielerin Karolina Petrowa schlüpfte in die Rolle einer zwölfjährigen deutschen Austauschschülerin, die in Russland einen Straßenmusiker kennenlernt. So nahmen Karolina und Ensemble Balalaika die Dresdner Dritt- und Viertklässler auf eine spannende musikalische Reise mit - zu den Ursprüngen der russischen Folklore. Junge MusikerInnen zeigten, was man auf einer nur dreisaitigen Balalaika alles spielen kann: russische Folklore, Klezmer und mitreißende Tänze vom Balkan. Und junge TeilnehmerInnen des Tanzstudios „Zauberland“ tanzten noch dazu – wie immer mit voller Hingabe!

Nach dem Konzert gab es bemerkenswert viel Turbulenz bei den Tischen mit ausgelegten Kolibri-Flyers.

Am 13. Mai auf dem Areal des Kraftwerkes Mitte veranstaltete das Stadtplanungsamt zum dritten Mal den Tag der Städtebauförderung, in diesem Jahr unter dem Motto "Kraftwerk Mitte - mehr als Theater". Die Veranstaltung eröffnete im Namen des Oberbürgermeisters: Bürgermeister Raoul Schmidt – Lamontain und Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften.

Eine Ausstellung zum Fördergebiet und zur Entwicklung des Areals des ehemaligen Heizkraftwerkes Mitte zeigte den Transformationsprozess des Gebietes und die bisher erbrachten Leistungen. Neben der Eröffnung dieser Ausstellung wurde an diesem Tag auch ein Treff- und Kommunikationspunkt auf dem Gelände eingeweiht.

Kolibri e.V. war auch voll dabei - mit dem Info-Stand und Mitmach-Angeboten für Kinder und Jugendliche, aber auch als zweistündiger Teil des Unterhaltungsprogramms. So führte Tanzstudio "Zauberland" neue Tänze auf der Bühne vor, wobei junge TänzerInnen nicht nur mit Choreografien, sondern auch mit neuen schicken Bühnenoutfits glänzen konnten. Es gab auch ein unvergessliches Konzert vom Ensemble Balalaika.

Am 19. März 2017 feierte "Die Eiskönigin" von Hans Christian Andersen in einer Fassung von Liudmila Müller (Leiterin des Theaterstudios "Buratino") eine Premiere im Dresdner Kabarett Breschke & Schuch. Im musikalischen Thearestück spielten sowie Kids als auch Erwachsene.

Im Laufe des relativ kalten Winters-2017 probten also Teilnehmer des Theaterstudios dieses Wintermärchen mit Vorfreude auf Frühling - ein Märchen über Blumen, die im Winter blühen und darüber, dass das Böse oft so schön ist. Und auch ein Märchen darüber, was es bedeutet, dass man bis ans Ende der Welt läuft, um einen Freund zu retten.

Gerda (Tamara Rotonos) jedenfalls macht sich sofort auf den Weg, um Kai aus den Fängen der Schneekönigin (Liudmila Müller) zu befreien. Die verzauberte ihn mit einem Kuss und ließ sein Herz erfrieren. Im Schneegestöber trifft Gerda auf eine Blumenfee (Elisabeth Rein), eine königliche Hofkrähe (Dascha Kremenchutska) und einen königlichen Hofraben (Timur Kremenchutsky), einen Prinz (Vasilisa Sabadyr) und eine Prinzessin (Sophia Tsybakov), auf eine Räuberanführerin (Amina Entus) und ein Räubermädchen (Lisa Müller), ein Rentier (Vladislav Kartunov) und endlich auch auf Kai (Edward Körner), der durchgefroren mit kaltem Herzen aus kleinen Eisstückchen das Wort "Ewigkeit" bildet...

Die passend eingefügten Musikstücke und Lieder führten die Theatergruppe immer wieder als Ensemble zusammen und gaben so der Aufführung zusätzliche Dynamik. Es tanzten, spielten und sangen mit: Evelyn Müller, Sophia Wallraff und Ruslana Bondar (als Schneemann), sowie ihre Theaterpädagogen Dimitri Krause und Irina Khomenko.

Bilder: Andrej Müller

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Was wir am Internationalen Frauentag feiern

Der Internationale Frauentag (kurz Weltfrauentag) wird weltweit am 8. März gefeiert. Die Vereinten Nationen ehren mit diesem Tag die Rechte der Frau und den Weltfrieden. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Heute unterstreichen viele Frauenrechtsorganisationen an diesem Tag noch einmal das Recht der Frauen auf Bildung und Gleichberechtigung. In Deutschland herrscht beispielsweise bei der Bezahlung von Männern und Frauen noch immer ein starkes Ungleichgewicht zu ungunsten der Frauen. Im Durchschnitt verdienen die Frauen noch immer um rund ein viertel weniger als Männer, bei gleicher Arbeitsleistung. Der Frauentag soll die Leistungen der Frauen hervorheben und alle Frauen an ihrem eigenen Tag ehren.

Frauentag im Osten

Im östlichen Teil Deutschlands wird der Frauentag besonders festlich gefeiert. Das hat geschichtliche Gründe. Denn in den ehemaligen sowjet-nahen Staaten, wie in die DDR, war der Frauentag eine Kombination aus Valentinstag und Muttertag, an dem die Frauen verwöhnt wurden. Im heutigen Russland ist es immer noch Brauch, dass Frauen am Weltfrauentag verwöhnt werden (mit Blumen, Schokolade, usw..). Mit Kampf der Feministinnen hat der Frauentag dort nichts zu tun.