Interkulturelles Weihnachtskonzert – ein Event des Interkulturellen Musikforums Sachsen – fand am 14. Dezember 2017 in der Annenkirche Dresden statt.

Vier Musiker aus drei verschiedenen Ländern (Syrien, Kolumbien und Deutschland) begaben sich auf eine musikalische Reise zu den Ursprüngen der Weihnachtsgeschichte. Dabei entstanden auf der kleinen Kirchenbühne neue ungewöhnliche Verbindungen von europäischen, orientalischen und lateinamerikanischen Klängen - sowie von klassischer und moderner Musik.
Der Gedanke dahinter war: gerade durch dieses Ungewöhnliche die Zuhörer dazu zu bringen, die Botschaft vertrauter Lieder ganz neu zu entdecken. Zu verinnerlichen, was hinter all dem Weihnachtstrubel eigentlich so steht...
Es musizierten: Elisabeth Holmer (Gesang), Max Loeb Garcia (Gitarre), Thabet Azzawi (Oud) und Wolfgang Lessing (Cello).

Das Konzert richtete sich ans Publikum jeder Altersgruppe: es sammlten sich mehrere Schulklassen (unter anderem die 6. Klasse der 30. Oberschule Dresden), Teilnehmer eines Deutschkurses (DaF, Erwachsene) der VHS Dresden, Senioren und private Akteure in der Annenkirche. Am Ende der Veranstaltung konnten die Besucher mit den Musikern in ein persönliches Gespräch treten (eine Art offene Gesprächsrunde) und Fragen stellen, oder einfach ein bißchen basteln (Weihnachtskarten gestalten).

Um den Flüchtlingsfamilien mit Kindern zu zeigen, wie in Deutschland die Vorweihnachtszeit gefeiert wird, organisierte Koordinierungsstelle für Integration und Ehrenamt in Gorbitz (Träger: SUFW e.V.) in Kooperation mit Omse e.V. und „Kolibri“ e.V. am 14. Dezember ein Fest in Dresdner Stadtteil Gorbitz. Es nahmen mehr als 100 Kids zzgl. Eltern am Fest im weihnachtlich geschmückten Mensasaal der Volkssolidarität teil - alles geflüchtete Familien, die zurzeit noch im Asylverfahren sind.

Ehrenamtliche und Mitarbeiter des Kinder- und Elternzentrums KOLIBRI e.V. haben sich ordentlich eingebracht: es gab, wie auch letztes Jahr, ein buntes Unterhaltungsprogramm - mit Musik, Tanz, Spiel und Spaß. Mit den Kindern wurde auch gebastelt, und am großen Tisch, beim Weihnachtsgebäck, konnten Familien aus Syrien, Iran, Irak, Afganistan und Tschetschenien einender und ihre Gäste besser kennenlernen. Am Ende gab es ja Geschenke!

Und am 15. Dezember startete in derselben schönen Mensa der Volkssolidarität ein weiteres Fest für die ganze Familie: diesmal aber gewann Kolibri e.V. einen leistungsstarken Projektpartner - Gorbitzer Kindertreff „Puzzle“ (Träger: Omse e.V.), dank dem sehr viele Gorbitzer Familien mit Kindern - sowie einheimische, als auch internationale – ins Feiern miteinbezogen wurden. Es kamen also mehr als 100 Kids mit ihren Eltern, um gemeinsam und nachbarschaftlich zu feiern. Schön, dass es Weihnachten gibt - Zeit der Nächstenliebe und Toleranz; und doppelt so schön, das es Diejenige gibt, die sich ums Organisatorische kümmern. Vielen Dank an alle Beteiligten!

Am 24.11.2017 fand im Dresdner Volkshaus die Fachtagung „Interkulturelle Bildungslandschaft: Migrantenselbstorganisationen und Kitas im Dialog“ statt. Bei der Tagung hatten Migrantenselbstorganisationen, Kitas sowie Vertreter anderer Bildungs- und Kulturinstitutionen aus Dresden und Umgebung eine gute Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen und fachlichen Austausch.

Solche Themen wie „Sprachliche Vielfalt in der Kita: Förderung der Zweitsprache durch Anerkennung und Wertschätzung der Erstsprache“ und „Austausch zu Erziehungsvorstellungen im Kontakt und Kooperation mit Migrantenfamilien“ wurden zusammen mit Teilnehmer*innen in Workshops diskutiert; es wurden Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit im Bereich Integration entwickelt und gesammelt.

Die Referentinnen für unsere Fachtagung waren:

Dr. Henrike Terhart, Akademische Rätin an der Universität zu Köln. Vertretungsprofessorin für Bildungssoziologie und Sozialisationsforschung an der Ruhr-Universität Bochum
Elke Schlösser, Diplom-Sozialarbeiterin, pädagogische Fachbuchautorin,
Inga Wiesemann, Sozialpädagogin aus Landeskompetenzzentrum zur Sprachförderung an Kindertageseinrichtungen in Sachsen (LakoS) und
Galina Putjata, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.
Wir danken allen Teilnehmer*innen der Fachtagung für ihre Offenheit und Bereitschaft, an der Integrationsarbeit mitzuwirken!

Am Sonntag, 22. Oktober 2017 war im Foyer des tjg. der Mischpoke-Tag zu Gast - im Rahmen der Jüdischen Musik- und Theaterwoche.
Bei diesem Familienfest gab es einen Sonntagvormittag lang die Möglichkeit, russische und jüdische Kultur und deren Schnittstellen spielerisch zu entdecken.
Zum Auftakt um 11:00 Uhr spielte das Ensemble „Balalaika“ - somit beteiligte sich Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e. V. zum ersten Mal an der Jüdischen Musik- und Theaterwoche.
Und von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr konnten die Kids an verschiedenen Bastel- und Spielstationen, die ebenfalls von Kolibri e.V. organisiert wurden, der eigenen Kreativität freier Lauf lassen.

In beiden Herbstferienwochen - 2017 starteten im Zentrum "Kolibri" lustige Feriencamps, also Betreuungsangebote für Mädchen und Jungen zwischen 6 und 10 Jahren - mit Beschäftigungen für fast jeden Geschmack.

Spiel und Spaß erlebten die Kinder unter professioneller Anleitung – und ohne Leistungsdruck, - schließlich hatten alle Ferien. In unseren Feriencamps ging es sprachlich, theatralisch und auch kreativ zu: Mädchen kreierten, nähten und präsentierten einen Rock, und Theaterstücke wurden auf Deutsch und Englisch geprobt und auf improvisierte Bühne gebracht!
Auch Spaziergänge, Schwimmbad, Kino- und Theaterbesuch standem auf dem Ferienprogramm.


Bilder: Feriencamp 02.10 - 06.10.2017 mit dem Theaterworkshop "Das WOLFSTHEATER"


Bilder: Feriencamp 02.10 - 06.10.2017 mit dem Workshop "Junge Modedesignerin"


Bilder: Feriencamp 02.10 - 06.10.2017, Besuch im Semperoper


Bilder: Feriencamp 09.10 - 13.10.2017: Theater auf Englisch unter dem Motto "Kreativer Raum für Talente"

Am 7. und 8. Oktober 2017, zum Abklang der 27. Interkulturellen Tage, veranstaltete Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V. in Dresden das Kinder- und Jugendfestival "Mosaik" - ein Fest, das für die Inklusion durch Kunst und Kreativität ein Zeichen setzte.

Junge Teilnehmer unterschiedlicher Verbände Sachsens - mit und ohne Migrationshintergrund - gestalteten eine Begegnung der Kulturen Deutschlands. Die Programmvielfalt reichte von russischem Theater über jüdische Folklore bis hin zu indischem Tanz.

Die Veranstalter und Projektträger wollen eine offene Gesellschaft, und natürlich ging es Ihnen beim Festival um interkulturelles Lernen, um Respekt und um eine Kultur des Miteinanders. Das Festival warb nicht nur für ein positives Miteinander, sondern war auch gelebte Integration!


Bilder: 7. Oktober 2017 im Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V.


Bilder: 8. Oktober 2017 im Kulturrathaus

Außer Dresdner Kids von Kunstformationen verschiedener Vereine, es waren auch zahlreiche Gäste aus anderen sächsischen Städten auf der Festivalbühne:

Tanz- und Theatergruppe des Kultur- und Integrationszentrums "Mosaika" e.V. (Bischofswerda)
Vokalgruppe "Kamerton" der Vector Schule (Leipzig)
Musikstudio der Integrationsgemeinschaft "Das Zusammenleben" e.V. (Freital)
Tanz- und Theatergruppe des Kulturzentrums "Schöne Welt" (Plauen)
Folkloregruppe "Kamillen" des Kinder- und Elternzentrum Kolibri e.V. (Coswig)
Theater der Deutsch-Russischen Hilfswerks der Heiligen Alexandra (Leipzig)