Am 21. Dezember 2016 startete das 3. Modul unserer Fortbildungsreihe mit einer ganztägigen Fortbildung zum Thema Mehrsprachigkeit: Deutsch als Zweitsprache fördern. Sie wurde durchgeführt von Herrn Eberhard Winter (Dipl. Psychologe, Berater für Sprachbildung und Mehrsprachigkeit) aus Braunschweig.

Während der Veranstaltung beschäftigten sich die am Projekt teilnehmenden ErzieherInnen mit folgenden Fragen: Wie kann ich den Sprachstand mehrsprachiger Kinder einschätzen und Kinder dann mit diesem Wissen gezielt fördern? Es wurden zudem Materialien und Fördermöglichkeiten für den Spracherwerb des Deutschen im Kita-Alltag besprochen, wie z.B. der Einsatz von neuen Wortfeldern, Kinderbüchern, Reimen, Fingerspielen und Liedern, die sich gut für eine effiziente Sprachförderung aller Kinder in der Kita eigenen.

In den darauffolgenden zwei Monaten konnten die Erzieher Innen die kennengelernten Methoden zur Sprachförderung bei ausgewählten Kindergruppen oder auch bei einzelnen Kindern ausprobieren. Dabei haben Sie zu einem Zeitpunkt gezielt beobachtet: Wie hat sich ein Kind in der deutschen Sprache bis jetzt entwickelt? Welchen Sprachstand hat es bereits erreicht? Die Kinder wurden daraufhin gezielt durch alltagsintegrierte Sprachförderung sowie teilweise durch zusätzliche Sprachförderangebote in der Kita begleitet. Am Ende der Erprobungsphase konnten einige ErzieherInnen schon Erfolge in der Sprachentwicklung des Deutschen bei den beobachteten Kindern feststellen. (Erzieherin aus dem Projekt: „Es ist schon erstaunlich wie schnell er [Kind, 4 Jahre] die Deutsche Sprache erlernt.“

Am 03.03.2017 fand das abschließende Reflexionstreffen dieses dritten Moduls  im Rahmen des Projekt „Vielfalt in Kita“ statt . Hier konnten die ErzieherInnen von ihren Praxisbeobachtungen berichten und sich über geeignete Methoden der Sprachförderung des Deutschen als Zweitsprache austauschen: Welche Methoden waren in ihren Einrichtungen gut umsetzbar? Was hat sich bewährt und welche Methoden der Sprachförderung waren weniger erfolgreich in der Praxis? Auch kam es zur Diskussion, was  sinnvoller ist: gezielte Sprachförderangebote oder alltagsintegrierte Sprachförderung?